Friederike Meckel

friederike-meckel-150Friederike Meckel Fischer Dr.med. * 1947, lebte von 1970 – 1974  in den USA, 1975 – 1978 Ausbildung zur Krankenschwester in Deutschland ,  1979 – 1986 Medizinstudium, Spezialisierung in der industriellen Medizin und Psychotherapie, arbeitete in der Industrie als Betriebsärztin und  war Oberärztin in einer Klinik für Sucht und Abhängikeit.

1991 Ausbildung Holotropic Breathwork bei Stan Grof,  1992 – 1995 Weiterbildung in psycholytischer Therapie bei Samuel Widmer.

Sie ist seit 1997 Psychotherapeutin und leitet Workshops mit Holotropem Atmen und systemischer Familienaufstellung. Seit einigen Jahren gab sie auch psycholytische Workshops. Dr. Meckel ist verheiratet und lebt seit 1994 in Zürich in der Schweiz. Sie hat drei Kinder aus einer früheren Ehe.

Abstrakt von Dr. med. Friederike Meckel Fischer, Berlin 2016

Interventionen und Werkzeuge im Rahmen einer psycholytischen
Therapie

Während eines Zeitraums von ungefähr 10 Jahren habe ich im illegalen, geordneten –
kontrollierten Setting psycholytische Therapien mit MDMA, LSD, 2C-B und Psilocybin
durchgeführt. Die Klientel setzte sich aus Personen zusammen, die nach ineffektiver
herkömmlicher Therapie auf eigenen Wunsch diese Arbeit durchführen wollten.
Vorgaben hinsichtlich Diagnosen, Zeit und Sitzungsfrequenz lagen nicht vor.
Die psychoaktiven Substanzen besitzen eigene, heilende Wirkungen.
Die Frage, ob im Rahmen einer psycholytischen Therapie therapeutische Interventionen
getätigt werden sollen oder nicht, wird in der Zukunft an Relevanz gewinnen.
Eine erste und eine fünfundzwanzigste++ Sitzung unterscheiden sich deutlich
voneinander. Von Seiten des Klienten wächst die Fähigkeit, mit einer Substanz
umzugehen und den Prozess zu steuern. Die Bedeutung der Substanz nimmt mit
zunehmender Kompetenz des Klienten ab, wohingegen der Prozess und sein Inhalt an
Bedeutung gewinnen. Diese Veränderung zieht in der Konsequenz nach sich, dass im
therapeutischen Prozess Interventionen vor allem im Hinblick auf die Integration in den
Alltag nötig werden. Auch in Bezug auf die vollständige Auflösung und Bearbeitung von
dissoziativen Zuständen und Traumen sind unterstützende Interventionen erforderlich.
Es werden neben der Substanz und dem Therapeuten vier weitere Werkzeuge
vorgestellt: die Live-Body-Work, das modifizierte Aufstellen, die Gruppe als Werkzeug
und die Musik. Die auftauchenden Themen und Phänomene, die zum Einsatz der
Werkzeuge führten, ihr praktischer Einsatz und die Wirkungen werden anhand der
gewonnenen Erfahrungen beschrieben.

Therapie mit Substanz Psycholytische Therapie im 21. Jahrhundert

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